Mit Beginn des Jahres 2013 verlegt die Einsatzunterstützungsgruppe der Luftwaffe (EinsUstgGrpLw) ihre Versorgungsflüge für die deutschen ISAF-Kräfte in Afghanistan vom Stützpunkt Neubrandenburg-Trollenhagen in Mecklenburg-Vorpommern wieder zurück auf den militärischen Teil des Flughafen Köln/Bonn. Nach nunmehr acht Jahren Betrieb wird dieser Schritt mit der schlechten Infrastruktur des Flugplatzes Neubrandenburg-Trollenhagen und die fehlende Verfügbarkeit von militärischem Personal zum Be- und Entladen begründet. Weiterhin ist im Rahmen der aktuellen Bundeswehrreform bis Ende 2014 die Schließung des überwiegend militärisch genutzten Flugplatzes vorgesehen. Seit 2004 wurden von Trollenhagen aus mit mehr als 2.500 Transportflügen rund 77.000 Tonnen Versorgungsgüter für die in Afghanistan stationierten deutschen ISAF-Truppen befördert.
Bereits ab 4. Januar 2013 beginnt der gewerbliche Lufttransport für die deutschen Einsatzkontingente mit gecharterten Maschinen vom militärischen Teil des Flughafen Köln/Bonn in Richtung Mazar-e-Sharif/Afghanistan. Geplant ist ein Flugaufkommen von 5 bis 8 Wochenflügen in der Zeit zwischen 6:00 und 22:00 Uhr. Die Abflüge sind grundsätzlich für den frühen Nachmittag bis Abend vorgesehen. Die von der Luftwaffe und den Logistikunternehmen beauftragten Airlines Volga-Dnepr und Aviacon Zitotrans (Russland), Silk Way und Uzbekistan Airways (Usbekistan) setzen hierfür ausschließlich Maschinen vom Typ Ilyushin IL76-TD und IL76-TD90 ein.
